Was sich in München etabliert hat, soll nun auch in Berlin durchstarten!
Der Reparatur Parcours ist das Aushängeschild von Machsganz. Seit Projektbeginn haben ihn bereits über 800 Personen durchlaufen und an den Stationen verschiedene Werkzeuge und Reparatur-Hacks kennengelernt. Außerdem informiert der Parcours über den Impact der Repair-Bewegung und nachhaltige Berufsmöglichkeiten im Handwerk.
Nachdem wir den Parcours 2024 beim RundenTisch der Reparatur, einer Konferenz zum Thema Repair in Kiel Präsentieren durften, wurde eine Berliner Initiative auf uns aufmerksam. Die Initiative Repami ist ein Förderprojekt der Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, das in Kooperation der Berliner Stadtreinigung, der Handwerkskammer Berlin und der Stiftung Die Anstiftung umgesetzt wurde. Repami ist das Netzwerk für Qualitätsreparatur. Auf der Website findet sich eine Übersicht kommerzieller und nicht kommerzieller Reparaturbetriebe, was den Berliner*innen den Zugang zu Qualitätsreparatur erleichtern soll. Als ergänzende Maßnahme wurde MachsGanz beauftragt die 12 beliebtesten Stationen unseres ReparaturParcours noch einmal nachzubauen und nach Berlin zu schicken.

Umgesetzt wurde die Berliner Version von den MachsGanz Mitarbeitenden mit reichlich ehrenamtlicher Unterstützung aus der MachsGanz Community. Der Auftrag wurde als Gelegenheit verstanden die 12 beliebtesten Stationen nochmal zu perfektionieren und in der Premiumvariante nachzubauen. So ist ein abgerundeter Parcours entstanden, der auch von unerfahrenen Parcoursbetreuenden gemanagt werden kann.

Im Juni 2025 durfte der neue ReparaturParcours dann bei der Jubiläumsfeier der Deutschen Umwelthilfe Premiere feiern. Im Themenzelt “Kreislaufwirtschaft” gab es zwei Workshops, in denen die Teilnehmenden die Stationen erstmals testen durften. Die Bilanz: Durchweg positiv! Viele der Teilnehmenden haben im Workshop das erste mal gelötet oder einen Fahrradreifen geflickt!
Und nun ist der ReparaturParcours fester Bestandteil der lokalen Bildungslandschaft. Betreut wird er direkt vor Ort – und kann von Initiativen, Schulen oder Vereinen ausgeliehen werden. Ziel ist es, Berliner*innen aller Altersgruppen die Themen Reparatur, Nachhaltigkeit und Handwerk auf spielerische und interaktive Weise näherzubringen.
Wie funktioniert der ReparaturParcours?
An den zwölf Stationen können Teilnehmende sich ganz praktisch und spielerisch mit dem Thema Reparatur auseinandersetzen. Der Berliner Parcours beinhaltet folgende Stationen:
Wie funktioniert eine Nähmaschine? Wie erkenne ich ein defektes Bauteil mit dem Multimeter? Wie tausche ich ein kaputtes Handydisplay? Neben technischem Wissen geht es auch um gesellschaftliche Fragen: Welchen Impact hat die Repair-Bewegung auf Ressourcenverbrauch, Müllvermeidung und den Klimaschutz?
Besonders spannend: Der Parcours bietet auch einen Blick in nachhaltige Berufsfelder, insbesondere im Handwerk. So wird Reparatur nicht nur als Alltagskompetenz, sondern auch als berufliche Perspektive greifbar.

Der ReparaturParcours ist ein niederschwelliges Bildungsangebot, das Berührungsängste abbaut und Neugier weckt. In Zeiten, in denen Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und Reparaturfähigkeit in der politischen und gesellschaftlichen Debatte immer wichtiger werden, leistet das Projekt einen wertvollen Beitrag.
Berlin zeigt damit: Reparieren ist keine Nischenidee, sondern ein zentraler Baustein für eine nachhaltigere Stadtgesellschaft.
Wir bedanken uns herzlich bei Repami, der Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, der Berliner Stadtreinigung, der Handwerkskammer Berlin und der Anstiftung für die tolle Zusammenarbeit an diesem Projekt!
Ein besonderer Dank geht an alle beteiligten Ehrenamtlichen und die MachsGanz Community, die den Parcours mit uns nach Berlin gebracht haben! Wir wünschen allen Berliner*innen viel Freude beim Reparieren!
Der ReparaturParcours ist als Open-Source-Konzept angelegt: Das bedeutet, dass wir jede interessierte Initiative, Schule oder Organisation dazu ermutigen, die Idee aufzugreifen und einen eigenen Parcours nachzubauen.
